comma casual identity

Corinna Pape







SeniorTechnician

»Die Vorstellung, dass genau dieses Kleidungsstück bei einigen Kunden zum neuen Lieblingsteil avanciert, ist einfach toll.«

Ein schöner Stoff allein reicht nicht aus, der Schnitt ist mindestens genauso wichtig. Als Bekleidungstechnikerin sorgt Corinna dafür, dass beide Kriterien erfüllt werden. Dazu begleitet sie den gesamten Prozess vom ersten Musterstück bis zum fertigen Produkt. Begonnen hat Corinna ihre berufliche Laufbahn mit einer Ausbildung in einer Musternäherei. Nach ihrem Abschluss folgte der Besuch einer Fachschule für Bekleidungstechnik in Mönchengladbach. Als 'staatlich geprüfte Bekleidungstechnikerin' führte sie der Weg im Juli 2009 zu comma, zunächst als Praktikantin. Schon drei Monate später gehörte Corinna fest zum Team und seit 2011 trägt sie den Senior-Titel. Neben einer Vorliebe für Stoffe und eine hervorragende Passform sind bei ihrem Job auch Kommunikationsbereitschaft und Teamfähigkeit gefragt. Corinna arbeitet eng mit den Designern im Haus zusammen und steht darüber hinaus in ständigem Kontakt mit den Agenturen im Ausland. Dies ist aufgrund von Sprachbarrieren, unterschiedlichen Mentalitäten und verschiedenen Zeitzonen nicht immer ganz einfach, sorgt aber im Gegenzug auch für jede Menge Abwechslung. Wenn es in Rottendorf zum Beispiel ein Uhr mittags ist, zeigt die Uhr in China bereits acht Uhr abends an. Eine gute Planung ist somit ein Muss.

Neben der klassischen Konfektion, zu welcher beispielsweise Hosen, Blazer und Kleider zählen, ist Corinna außerdem für den Bereich 'Strickwaren' verantwortlich. Die Herausforderung hierbei ist, dass es sich um unterschiedliche Herangehensweisen und Anforderungen der Produktentwicklung handelt. Denn sowohl der Schnitt, als auch die Verarbeitung dieser beiden Gruppen könnten unterschiedlicher nicht sein. Ein offen gestrickter Wollpullover verhält sich vergleichsweise völlig anders als ein eng anliegender Blazer aus einer unelastischen Ware. Corinna war von Anfang an bei comma casual identity dabei. Eine Marke ins Leben zu rufen, ist immer eine aufregende Zeit, verbunden mit neuen Erfahrungen sowie Hoffen und Bangen. Gemeinsam mit einer Designerin sorgte sie damals dafür, dass die erste Kollektion pünktlich ausgeliefert werden konnte. Die Tatsache, „dass man einen großen Anteil daran hat, wie das Shirt letztlich aussieht, wenn es später auf dem Kleiderbügel im Laden hängt, und die Vorstellung, dass genau dieses Kleidungsstück bei einigen Kunden zum neuen Lieblingsteil avanciert, ist einfach toll.“ Welches Verhältnis hat sie eigentlich generell zur Mode? „Mode ist mir wichtig. Mir ist aber auch wichtig, meinem eigenen Stil treu zu bleiben. Comma casual identity eignet sich dafür perfekt. Mein absoluter Favorit hierfür sind die Strickwaren.“ Und wie bei jedem Job, hat auch ihre Tätigkeit gewisse Auswirkungen auf den Alltag: „Manchmal erwische ich mich dabei, wie ich in einem Geschäft stehe und die Verarbeitung eines Kleidungsstücks genau unter die Lupe nehme“, gibt sie lachend zu. Und was macht die Zusammenarbeit mit Ihren Kollegen und Kolleginnen so besonders? „Jeder kennt den anderen erschreckend gut. So gut, dass man oft auch ohne viele Worte miteinander kommunizieren kann“, erzählt sie mit einem Augenzwinkern. „Schließlich verbringt man mehr Zeit mit seinen Kollegen als mit der eigenen Familie oder Freunden.“ Egal, ob als Praktikantin, im Mini-Zweier-Team oder heute mit vielen Kollegen, „das Teamgefühl ist einfach etwas Besonderes.