s.Oliver und die Universität Würzburg kooperieren im Rahmen eines Digital Retail Lab

Rottendorf, 21. 07. 2017

Das internationale Modeunternehmen s.Oliver Group kooperiert mit der Julius-Maximilians-Universität Würzburg im Rahmen eines Digital Retail Lab. Als weiterer Partner ist auch das in Kitzingen ansässige Modeunternehmen Drykorn mit an Bord. Ziel der Zusammenarbeit ist es, die Lehr- und Forschungsmöglichkeiten im Bereich „E-Commerce“ an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät und in angrenzenden Wissenschaftsgebieten zu stärken.

Das Digital Retail Lab ist eine gemeinsame Forschungsinitiative der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) mit innovativen Modeunternehmen aus der Region Mainfranken. In enger Zusammenarbeit mit den Partnern entwickelt das Digital Retail Lab IT-basierte Lösungen: von der Strategie bis zum Demonstrator für E-Commerce, Innovationen im Filialgeschäft und der Omni-Channel-Integration.

„Mit dem Digital Retail Lab haben wir eine einzigartige Initiative ins Leben gerufen, mit der Wissenschaft und erfolgreiche Modeunternehmen ihre Expertise bündeln, um innovative Lösungen für eine digitalisierte Modewelt zu entwickeln. Hiervon werden wir alle profitieren: unsere Partner s.Oliver und Drykorn, die Wissenschaftler unserer Fakultät und, nicht zuletzt, auch unsere Studierenden," sagt Professor Richard Pibernik, Dekan der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität.

Um eine hochqualifizierte Lehre und Forschung sicherzustellen, wird eine Juniorprofessur mit dem Titel „Digital Retail“ eingerichtet. Die Laufzeit beträgt zunächst 5 Jahre.

Hierzu erklärt Professor Frédéric Thiesse, Professor für Wirtschaftsinformatik & Systementwicklung:  „Die Zusammenarbeit zwischen s.Oliver und Drykorn mit der Universität Würzburg bedeutet eine klare Win-win-Situation für alle Parteien. Für die Unternehmenspartner ist der Zugriff auf wissenschaftliche Expertise und aktuelle Forschungsergebnisse wichtiger denn je, um durch Innovation wettbewerbsfähig zu bleiben. Für die Universität ergibt sich die hervorragende Möglichkeit, neue Konzepte und Methoden unmittelbar in die Praxis zu transferieren und dort zu erproben."

Zur Ausstattung gehören auch zwei wissenschaftliche Mitarbeiter-Stellen und Sachmittel. Die Finanzierung wird von der s.Oliver Group und Drykorn übernommen. Darüber hinaus umfasst die Zusammenarbeit auch eine Förderung des Praxisbezugs in der Ausbildung der Studierenden. Hierzu werden beispielsweise regelmäßig Workshops zu einzelnen Management- und Technologiethemen sowie Projektseminare und Praktika angeboten.

Universitäts-Präsident Prof. Dr. Alfred Forchel betont auch die Bedeutung des Projekts für den Wirtschaftsstandort: „Die Julius-Maximilians-Universität freut sich sehr über die Kooperation auf diesem sehr zukunftsträchtigen Gebiet der Digitalisierung von Geschäftsprozessen. Durch neue Impulse in Forschung und Lehre können sich daraus für Studierende sowie für Absolventinnen und Absolventen der Universität wertvolle Karrieremöglichkeiten entwickeln. Die aktive Vernetzung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft birgt große Chancen für die internationale Wettbewerbsfähigkeit unserer Region."

Das Digital Retail Lab ist ein wichtiger Schritt dahingehend, Mainfranken als Innovationsstandort zu etablieren und so qualifizierte Arbeitskräfte in der Region zu halten.

„Wir sind davon überzeugt, dass die bestmögliche Umsetzung des Omni-Channel-Gedankens, also der Verzahnung von Online- und Offline-Kanälen, ein wichtiger Baustein ist, um die Erfolgsgeschichte der s.Oliver Group auch in Zukunft fortzuschreiben. Durch die gemeinsame Forschungsinitiative mit der Universität Würzburg werden innovative IT-Lösungen für E-Commerce und die Omni-Channel-Integration entwickelt und gleichzeitig in die adäquate Ausbildung des Nachwuchs investiert,“ erläutert Andreas Baur, COO s.Oliver Group die Entscheidung für das Engagement des Unternehmens.

Frau Gabriele Fluck, Global Director HR s.Oliver Group, ergänzt: „Der Ausbau des E-Commerce-Bereichs ist auch aus Sicht der Human Resources ein absolut wichtiges Thema. Gerade im Hinblick auf den Fachkräftemangel, der in vielen Bereichen deutlich  zu spüren ist, sehen wir in dieser Zusammenarbeit einen innovativen und interessanten Ansatzpunkt, um gut ausgebildete Absolventen für unser Unternehmen, das zukunftsorientiert agiert, zu gewinnen.“

Auch Gerrit Voss, kaufmännischer Geschäftsführer und CFO bei Drykorn betont die Wichtigkeit dieser Kooperation: „Auch wir sehen eine klassische Win-win-Situation. Die Studenten haben die Möglichkeit, in echten Unternehmen an realen Fragestellungen zu arbeiten und hier wichtige Erfahrungen für ihre berufliche Zukunft zu machen. Wir, als aufstrebendes Modeunternehmen, bekommen im Gegenzug innovative und maßgeschneiderte Lösungen für den wichtigen Wachstumsmarkt E-Commerce.“

Die Bedeutung der digitalen Transformation für die Zukunftsfähigkeit der Modebranche und der Wirtschaft generell betont auch Professor Christoph Flath, Juniorprofessor für Wirtschaftsinformatik & Operations Management: „Die digitale Transformation, Big Data und das Internet der Dinge machen nicht vor der Modebranche halt. Im Digital Retail Lab suchen und entwickeln wir gemeinsam mit Praxispartnern innovative IT-Lösungen für den Handel der Zukunft. Ich bin davon überzeugt, dass diese Kooperation unsere Partner s.Oliver und Drykorn nachhaltig voranbringen und so den Wirtschaftsstandort stärken kann. Gleichzeitig profitiert die Universität in Forschung und Lehre vom direkten Austausch mit der Praxis durch Zugriff auf Daten, Feldexperimente und studentische Praxisarbeiten."

Das Digital Retail Lab ist bereits eingerichtet und hat seine Arbeit aufgenommen.


UNTERNEHMENSINFORMATION

Die 1969 von Bernd Freier gegründete s.Oliver Group hat sich innerhalb weniger Jahrzehnte zu einem der führenden europäischen Modeunternehmen entwickelt. Der Konzern wies 2016 einen Markenumsatz von über 1,67 Milliarden € aus und beschäftigt international rund 7.200 Mitarbeiter. Neben den Marken s.Oliver, s.Oliver BLACK LABEL, Q/S designed by und TRIANGLE gehören auch comma und LIEBESKIND BERLIN zum Portfolio des Unternehmens.

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