Nachhaltige Fasern

Baumwolle

Baumwolle gehört zu den wichtigsten Fasern in unserem Produktportfolio. Umso mehr achten wir bei der Beschaffung dieses Rohstoffs auf Kriterien der Nachhaltigkeit. Die s.Oliver Group will den Anteil nachhaltig produzierter Baumwolle bis 2030 auf 100 Prozent steigern, überwiegend in Zusammenarbeit mit den Initiativen Cotton made in Africa und Better Cotton. Auf diesem Weg wollen wir folgende Stufen erreichen: fünf Prozent nachhaltige Baumwolle bis 2019, 15 Prozent bis 2020 und 50 Prozent bis 2023.

COTTON MADE IN AFRICA

Im Rahmen von Cotton made in Africa (CmiA), einer Initiative der Aid by Trade Foundation, bezieht die s.Oliver Group seit 2009 nachhaltige Baumwolle aus Afrika. Damit leisten wir Hilfe zur Selbsthilfe für afrikanische Kleinbauern und verhelfen ihnen durch die Abnahme fester Baumwollmengen zu stabileren Einkommensverhältnissen. Darüber hinaus fördert die Initiative Schulungen im nachhaltigen Baumwollbau, engagiert sich in sozialen Projekten und trägt zum Umweltschutz bei: Denn Gentechnik und künstliche Bewässerung sind beim Anbau von Cotton made in Africa-Baumwolle untersagt und damit ausgeschlossen. Pro T-Shirt werden damit mehr als 500 Liter Wasser eingespart. Zudem werden für ein Kilogramm Baumwolle bis zu 40% weniger Treibhausgase ausgestoßen. Mehr erfahren Sie hier.

BETTER COTTON INITIATIVE

Ein weiterer wichtiger Partner für unsere nachhaltige Baumwollbeschaffung ist die Better Cotton Initiative (BCI). Anbaubetriebe, die für den Verkauf von Better Cotton in die Lieferkette lizenziert sind, müssen soziale und ökologische Mindestkriterien erfüllen und diesbezüglich kontinuierlich Verbesserungen nachweisen. Im Umweltbereich zeichnet sich Better Cotton beispielsweise durch reduzierten Pestizideinsatz, bessere Wassereffizienz und eine Anbauweise, die auf den Erhalt von Bodenfruchtbarkeit und Artenvielfalt achtet, aus. Eine Übersicht über die Better Cotton-Kriterien finden Sie hier.

MASSENBILANZ

Unsere Baumwollbeschaffung über die Initiativen Cotton made in Africa und Better Cotton folgt dem Prinzip der Massenbilanz. Demnach kaufen unsere Lieferanten eine bestimmte Menge Baumwolle, die für die Herstellung unserer Ware benötigt wird, als nachhaltige Baumwolle ein. Das heißt ein Baumwollbauer, der nach den Kriterien von Cotton made in Africa oder Better Cotton zertifiziert ist, liefert eine entsprechende Rohstoffmenge an Baumwollspinnereien in unserer Lieferkette. Daraus werden Textilien gefertigt. Das kann dazu führen, dass die nachhaltige Baumwolle mit herkömmlicher Baumwolle verwoben wird. Das heißt die als Rohstoff beschaffte, nachhaltige Baumwolle ist nicht 1:1 in einem konkreten Produkt nachweisbar. Wichtig ist dabei, dass die dem Produkt entsprechende Menge Baumwolle nachhaltig angebaut wurde und integrativer Teil unserer Lieferkette wird. Denn was besonders zählt ist, dass die Nachfrage nach dem nachhaltigen Rohstoff bei den Erzeugern, also den Bauern, ankommt und am Ende die Gesamtmasse stimmt. Daher der Name Massenbilanz. Mehr Infos dazu finden Sie hier.

Synthetische und tierische Fasern

Um den Einsatz synthetischer Fasern umweltschonender zu gestalten, widmet sich die s.Oliver Group zunehmend dem Einsatz recycelten Fasermaterials. Mehr Informationen dazu erhalten Sie hier.

Auch für den Einsatz tierischer Fasern schreiben wir unseren Lieferanten strenge Auflagen und Standards vor, die Sie hier nachlesen können.

Nachhaltige Faserstrategie

Mit dem Ziel, unser nachhaltiges Faserprogramm weiter auszubauen, hat sich das Unternehmen 2017 dem EU-geförderten Programm European Clothing Action Plan (ECAP) angeschlossen. Als Ausgangspunkt führten wir Bestandsaufnahmen zu Faserverbräuchen durch und ermittelten den zugehörigen Faser-Fußabdruck. Die Ergebnisse unserer Zusammenarbeit mit ECAP haben wir in einer Case Study zusammengefasst. Im Jahr 2018 haben wir unsere Strategie für nachhaltige Produkte weiter konkretisiert und die dabei definierten Handlungsfelder mit Zielvorgaben untermauert. In den kommenden Jahren wollen wir den Anteil nachhaltiger Fasern in unseren Kollektionen entsprechend signifikant erhöhen und uns mit weiteren Materialalternativen und Produktinnovationen befassen.

Nachhaltige Herstellungsverfahren

Ein weiterer Strategiebaustein liegt im Bereich der Herstellungsverfahren. Die s.Oliver Group will den Einsatz umweltfreundlicher Technologien in der Herstellung fördern und gibt Lieferanten dazu konkrete Vorgaben an die Hand. Einen Schwerpunkt bilden wasser-, energie- und chemikalienreduzierte Veredelungstechniken in der Jeans-Produktion. Hier erfahren Sie mehr.