comma

TANJA GÖTZ







HEAD OFRETAIL

»Der Humor bei der Arbeit, die Nahbarkeit der Geschäftsführung und wie eng alle Hierarchie-Ebenen zusammenarbeiten, das hat mich überrascht.«

Tanja Götz ist eine wandelnde Schnittstelle. Sie hält Filialen, Zentrale und Geschäftsführung beständig im Austausch und prüft sämtliche Abläufe und Prozesse auf Herz und Nieren. Als sie 2008 zu comma stieß, war dies die Zeit der Abnabelung vom Mutterkonzern. Seitdem treibt sie ‒ erst als Distrikt Managerin, dann als Head of Retail ‒ die Retail Offensive voran. Eine eigene Service-Philosophie prägt die Stores, mittlerweile auf 34 comma Stores und 4 Outlet Stores angewachsen. Als Tanja anfing, waren es 16 Läden. Und genau diese Gestaltungsräume schätzt sie: »Mir wird hohe Verantwortung und Vertrauen entgegengebracht, selbst wenn mal etwas schiefläuft. Die Devise ist, hinfallen, aufstehen, Krone zurechtrücken und weitergehen«, sagt sie. Wie auch ihre eigene Unternehmenskultur: »Der Humor bei der Arbeit, die Nahbarkeit der Geschäftsführung und wie eng alle Hierarchie-Ebenen zusammenarbeiten, das hat mich überrascht.« Da sei der »Family Day«, an dem die Kinder der Mitarbeiter nähen, basteln, designen und modeln durften, nur die Spitze des Eisbergs.

»Ich hatte selbst immer das Glück, Vorgesetzte zu haben, die Potenzial in mir gesehen und mich gefördert haben. So gab es beispielsweise eine Person, die schon sehr kurz nach meinem Start bei comma sagte: ›Tanja, ich werde etwas aus Dir machen!‹ und so kam es dann auch.« Heute gibt sie dies weiter und sieht sich in der glücklichen Lage, selbst Mitarbeiter auf ihrem Weg zu begleiten. So habe sie zwei Distrikt Manager, denen sie aus der Position vom Outfitberater über den Store Manager bis zur heutigen Funktion an der Seite stand. »Eine Mitarbeiterin sagte einmal zu mir: ›Tanja , wenn Du sagst, spring’, frage ich Dich nur, wie weit?‹ Das hat mich sehr bewegt und gezeigt, was echtes Vertrauen bedeutet. So etwas erreicht man nicht durch Dominanz oder Arroganz.« Dass sie auch selbst einige Läden noch operativ betreut, hilft den Kontakt zur Basis zu halten ‒ immerhin über 280 Menschen, die von ihren Entscheidungen betroffen sind. »Das ist mir sehr wichtig. Mein Motto ist, sich nicht treiben zu lassen, sondern die richtigen Dinge voran zu treiben. Das geht nur, wenn man ein offenes Auge und Ohr behält.« Neben Loyalität und Zusammenhalt schätzt sie noch etwas anders an comma: Sie sei ihre eigene Zielgruppe. »Mein Kleiderschrank könnte fast einen comma-Store füllen«, erzählt sie lachend. »Ich kann mich für alle Anlässe kleiden, auch privat, und muss mir keine Gedanken machen und Zeit vergeuden, was ich bei wichtigen Terminen anziehe. Das gefällt mir.« So falle es nicht schwer, mit gutem Beispiel voranzugehen. Still zu stehen komme für Tanja generell nicht in Frage – auch in Zukunft wolle sie eine Konstante im Retail Business bilden und Höchstleistungen erreichen: »Es ist mir wichtig, trotz unseres Wachstums, jeden Mitarbeiter fest an uns zu binden. An erfolgreichen Ritualen festzuhalten, neue zu initiieren. Das ist mein Ziel und hat absolute Priorität«. Selbst hat Tanja keinen ihrer Karriereschritte geplant, sondern war immer offen für neue Herausforderungen. Noch heute stellt sie sich jeder neuen Challenge mit ganzem Herzen und voller Kraft. Schließlich gibt es bei comma wieder etwas Neues zu entdecken und mitzugestalten!