Recycling

Die Textilbranche ist leider dafür bekannt, entlang ihrer Wertschöpfungskette große Abfallmengen zu produzieren und damit die Umwelt zu belasten. Ein wichtiger Ansatz, um dem entgegenzuwirken, liegt für die Industrie im Prinzip der Kreislaufwirtschaft. Demzufolge werden Materialien, die nicht mehr gebraucht werden, nicht einfach entsorgt und vernichtet, sondern der Wiederverwertung zugeführt – im Idealfall sogar der Wiederverwendung im eigenen Herstellungsprozess.

Recycling von Abfällen

Grundsätzlich gilt: Bevor wir Abfälle überhaupt zulassen, geht es für uns im Sinne der Ressourceneffizienz zunächst darum, Abfälle zu vermeiden beziehungsweise, diese so weit wie möglich zu verringern. Im dritten Schritt verfolgen wir dann den Anspruch, wo immer entlang unser Wertschöpfungskette funktionierende Trennungs- und Wiederverwertungssysteme zur Verfügung stehen, diese selbstverständlich auch zu nutzen. Dies betrifft die tägliche Entsorgung von Büroabfällen an den eigenen Standorten ebenso wie Verpackungsmüll in der Logistik, etwa Folien und Kartonagen, oder Abfälle aus der Herstellung, beispielsweise Stoff-Verschnitt.

Verwertung von Restanten

So genannte Restanten, also Kleidung, die wir in einer Saison nicht verkauft haben, finden demgegenüber meist eine andere Form der Wiederverwendung. Einwandfreie Ware wird in der s.Oliver Group gemäß Retourengrund in Kategorien eingestuft und daraufhin über diverse Vertriebskanäle (z.B. in Outlets) weiterverkauft. In Teilen spenden wir nicht verkaufte Kleidung auch an karitative Einrichtungen. Nur in Ausnahmefällen, bei eindeutiger Unverkäuflichkeit, wird Ware nach vorheriger Prüfung vernichtet.

Einsatz recycelter Fasern

Um einen weiteren Beitrag zum Kreislaufprinzip in der Textilproduktion zu leisten und damit zugleich den Einsatz vor allem synthetischer Fasern umweltschonender zu gestalten, befassen wir uns auch verstärkt mit dem Einsatz recycelten Fasermaterials in unseren Produkten. Hierbei greifen wir auf unterschiedliche Beschaffungsoptionen zurück: Einerseits beziehen wir von unseren Lieferanten vermehrt Produkte mit Fasern, die aus wiederverwertetem Kunststoff wie beispielsweise PET-Flaschen hergestellt wurden. Andererseits gibt es auch Recyclingfasern, die aus Altkleidern gewonnen werden. Dafür wird bereits getragene Kleidung zunächst in ihre Ursprungsbestandteile zerlegt, woraus in verschiedenen Prozessschritten neuer Rohstoff und daraus neue Garne entstehen. Um in den jeweils angewendeten Verfahren höchste Standards zu gewährleisten und die Verwendung recycelter Fasern im Produkt zu belegen, schreiben wir unseren Lieferanten den Nachweis bestimmter Zertifizierungen vor. Der „Global Recycled Standard“ (GRS) sowie der „Recycled Claim Standard“ (RCS) der Standardorganisation Textile Exchange sind hierbei unsere Anforderung.