KONZERNABSCHLUSS 2020: OPERATIVES PLUS BEI RUND 20 PROZENT WENIGER UMSATZ

Rottendorf, 28. 12. 2021

Der Umsatz der s.Oliver Group hat sich im Geschäftsjahr 2020 gegenüber Vorjahr um 21,3 Prozent auf ca. 1 Mrd. Euro verringert. Damit verlief die Entwicklung im ersten Jahr der Coronapandemie ähnlich wie bei anderen Unternehmen der Branche, die einen hohen Umsatzanteil in der DACH-Region im stationären Geschäft verbuchen und in 2020 durch die mehrwöchige Schließung des Textileinzelhandels und der gastronomischen Betriebe erhebliche Einschränkungen hinnehmen mussten. Im Angesicht der Coronapandemie lag der Fokus auf der Gesundheit der Mitarbeiter:innen, der Sicherung der Liquidität und auf der Stabilisierung des Geschäftes. Das ist durch eine proaktive und deutliche Anpassung der Kostenstruktur gelungen.

Insofern ist auch das Gesamtergebnis zufriedenstellend zu bewerten. Der s.Oliver Konzern weist für 2020 ein negatives Betriebsergebnis in Höhe von -60,5 Mio. Euro aus. Dieses Ergebnis beinhaltet einmalige Restrukturierungskosten für den Umbau der Gesamtorganisation sowie Warenabwertungen -  letztere auch im Zuge der Coronapandemie -  in Höhe von insgesamt mehr als 75 Millionen Euro. Ohne diese Sondereffekte konnte die s.Oliver Group trotz der Corona-bedingten Umsatzeinbrüche ein positives Ergebnis von etwa 15 Mio. Euro auf rein operativer Basis erzielen.

Zentrale Kennzahlen im Überblick (in TEUR)

Umsatzerlöse

2020: 973.805
2019: 1.236.653
Veränderung in %: -21,3

Großhandel

2020: 359.835
2019: 499.161
Veränderung in %: -27,9

Eigener Vertrieb

2020: 589.653
2019: 708.490
Veränderung in %: -16,8

Betriebsergebnis

2020: -60.458
2019: 51.636
Veränderung in %: -217,1

Gleich bleibend hohe Eigenkapitalquote befähigt 2021 zu zahlreichen Investitionen

Die s.Oliver Group verfügt weiterhin über eine nahezu unveränderte Eigenkapitalquote von über 70 Prozent und liegt damit weit über dem Branchendurchschnitt. Die Finanzstruktur weist zum Bilanzstichtag nach wie vor kein verzinsliches Fremdkapital von Kreditinstituten auf. Diese über lange Jahre hinweg gewachsene, solide Finanzstruktur erlaubt dem Unternehmen auch weiterhin bedeutende Investitionen in die Zukunft zu realisieren. Wichtige Faktoren sind die verbesserte Kostenstruktur, die schnellere Entwicklung der Kollektionen, Effizienzsteigerungen durch die weitere Digitalisierung und Standardisierung der Prozesse sowie Investitionen in die Begehrlichkeit der Marken.

Und auch an die Bedeutung des stationären Handels sowie die weitere Internationalisierung des Geschäfts glaubt die s.Oliver Group. Die Rückkehr mit eigenen Stores in attraktive 1A-Lagen in Städten wie Berlin, München, Wien und Salzburg sowie die Erschließung neuer Märkte in Russland und Serbien sind konkrete Beispiele, die bereits 2021 in die Tat umgesetzt wurden. Für das Geschäftsjahr 2021 ist trotz mehrmonatigen Lockdowns mit einem positiven Betriebsergebnis zu rechnen.

UNTERNEHMENSINFORMATION

Die 1969 von Bernd Freier gegründete s.Oliver Group hat sich innerhalb weniger Jahrzehnte zu einem der führenden europäischen Modeunternehmen entwickelt und feierte 2019 ihr 50-jähriges Bestehen. Der Konzern beschäftigt international rund 5.100 Mitarbeiter:innen. Neben den Marken s.Oliver und Q/S by s.Oliver gehören auch comma, Liebeskind Berlin und COPENHAGEN STUDIOS zum Portfolio des Unternehmens.

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